Jubiläen prägen die nächste Konzert-Saison des Mozarteums

11. Mai 2001, 13:48
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Vor allem Beethoven steht in seinem 175. Todesjahr im Fokus

Salzburg - Jubiläen prägen die Konzertsaison 2001/2002 der Internationalen Stiftung Mozarteum (ISM): Beethovens 175. Todestag im Jahr 2002 trägt das Mozarteum Orchester Rechnung. Die Camerata Salzburg feiert ihren "Fünfziger" mit Mozart, dem weiteren "Fünfziger" Heinrich Schiff sowie einer Uraufführung des "85ers" Helmut Eder. Die ISM musste ihr Programm kürzen, lädt jedoch Ensembles dazu ein, die Infrastruktur der ISM zu nutzen.

"PODIUM" nennt sich die Initiative, die "externen" Musikern Auftrittsmöglichkeiten in den Räumen der ISM ermöglicht. Das Hyperion Ensemble, das Österreichische Ensemble für Neue Musik (oenm) sowie die Salzburger Hofmusik, die ihr zehnjähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest feiern wird, nutzen diese Möglichkeit in der kommenden Saison. Die Orchesterkonzert-Zyklen des Mozarteum Orchesters und der Camerata Salzburg musste die ISM "aus finanziellen Gründen" auf jeweils fünf Abende reduzieren, wie ihr Konzertreferent Josef Tichy erläuterte. Trotz geringerer Förderungen sei man um Beibehaltung von Vielfalt und Qualität bestrebt, unter anderem durch die Förderung "externer" Ensembles.

Die Orchesterkonzert-Zyklen werden - beide in Verbindung mit Musik des 20. Jahrhunderts - einerseits von Beethoven dominiert, dessen fünf Klavierkonzerte Valery Afanassiev mit dem Mozarteum Orchester unter Hubert Soudant interpretieren wird; andererseits steht Mozart im Zentrum des Camerata-Zyklus, bei dem die Solisten drei der fünf Konzerte auch leiten werden: Leonidas Kavakos, Heinrich Schiff und Thomas Zehetmair. Chefdirigent Sir Roger Norrington leitet die übrigen beiden, darunter die Uraufführung des von Eder für Veronika Hagen geschriebenen Violakonzertes.

Auch das Hagen Quartett feiert Geburtstag: Den 20. begeht das Ensemble mit einem eigenen Zyklus aus vier Konzerten (komprimiert an wenigen Tagen), wovon drei mit Kammermusik von Beethoven bis Berg aufwarten. In einem Orchesterkonzert präsentieren sich die Mitglieder als Solisten mit Werken von Haydn bis Hartmann. Diese "blockweise" Zusammenfassung von Konzerten soll in der übernächsten Saison auch im Zyklus "Internationale Kammermusik" praktiziert werden, vorderhand bleibt man bei der Aufteilung der Abende übers Jahr, die in 2001/2002 unter anderem vom Zehetmair Quartett, dem Hugo Wolf Quartett, Schiff und Elisabeth Leonskaja bestritten werden. Einzelkonzerte, unter anderem der Camerata unter ihrer neuen Konzertmeisterin Natalie Chee (Neujahrskonzert 2002) sowie Konzerte mit jungen Salzburger Künstlern ergänzen das Programm. (APA)

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