FP-Kärnten erhebt schwere Vorwürfe gegen Frauenreferat

11. Mai 2001, 18:19
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Mitarbeiterin "illegal" beschäftigt" - SP klagt

Klagenfurt - Schwere Vorwürfe gegen das von Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut (SP) geleitete Frauenreferat hat der Kärntner FP-Klubobmann Martin Strutz erhoben. Eine 56-Jährige sei im Rahmen eines Projektes des Landes beschäftigt gewesen während sie noch immer arbeitslos gemeldet gewesen sei.

Die Frau habe am 7. Februar d.J. von der Frauenbeauftragten des Landes, Helga Grafschafter, das Angebot erhalten, für ein Projekt zu arbeiten. Sie sollte bis zur formalen Genehmigung von Landeshauptmann Jörg Haider (FP) "schnuppern". "Das ist nicht nur ein klarer Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch eine verwerfliche Vorgangsweise", sagte Strutz.

Schaunig-Kadut klagt Strutz

Die Kärntner Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut (SP) und die Vorsitzende der Kärntner SPÖ-Frauen, Melitta Trunk, haben wegen der schweren Vorwürfe Klagen gegen den freiheitlichen Klubobmann Martin Strutz und FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler angekündigt.

"Im Sozialreferat hat es niemals einen Fall von illegaler Beschäftigung gegeben. Strutz und Zierler verbreiten in rufmörderischer Absicht die Unwahrheit", sagte Schaunig-Kandut. Sie sei empört über diesen ungeheuerlichen Versuch, ihre Abteilung anzuschütten. Strutz hatte bei einem Pressegespräch in Klagenfurt erklärt, im Referat von Schaunig-Kandut sei eine Frau drei Monate beschäftigt gewesen, obwohl sie offiziell als arbeitslos gemeldet gewesen wäre.

Zierler hat in einer Aussendung von "illegaler Beschäftigung im SPÖ-Frauenreferat" gesprochen. "Das ist eine frei erfundene Verleumdung, die mit einer Klage beantwortet wird", dazu SPÖ-Frauenchefin Trunk. Sie weist darauf hin, dass die Kärntner SPÖ-Frauen genau eine Beschäftigte hätten, die natürlich voll angemeldet sei.

Strutz und Zierler gelassen

Strutz sieht der angekündigten Klage gegen ihn "gelassen" entgegen. Die von ihm erhobenen Vorwürfe würden auf schriftlich dokumentierten Zeugenaussagen basieren, einem Schriftverkehr der Landesregierung mit dem Arbeitsmarktservice Kärnten, sowie Auskünften der Landesamtsdirektion/Personalwesen, betonte Strutz in einer Aussendung.

Schaunig-Kandut werde es deshalb bei einem etwaigen Prozess relativ schwer haben, das Gegenteil zu beweisen. Dem in der Landesregierung zuständigen Personalreferenten seien "die skandalösen Vorfälle" von Amts wegen gemeldet worden.

Auch FP-Generalsekretärin Theresia Zierler stellte unterdessen in einer Aussendung klar, dass sie ihre Vorwürfe, die an das Sozialreferat - nicht an das SP-Frauenreferat - gerichtet seien, aufrecht erhalte.(APA)

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