"Kosten amortisieren sich rasch"

11. Mai 2001, 15:36
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Finanzstaatssekretär Finz: Mit Banken werden Sonderöffnungszeiten diskutiert

Eisenstadt - Die Kosten der Euro-Umstellung - auf 15 bis 20 Mrd. S (1,45 Mrd. Euro) geschätzt - werden sich rasch amortisieren, zeigte sich Finanzstaatssekretär Alfred Finz am Freitag in Eisenstadt optimistisch. Vorteile sieht er sowohl für die Wirtschaft - "ein exportorientiertes Land wie Österreich muss interessiert sein, dass Hemmnisse abgebaut werden" - als auch für den Bürger. Die Umstellung von Schilling auf Euro soll praktisch aus dem Geschäftsverkehr heraus geschafft werden, berichtete Finz in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem burgenländischen Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (V).

Der ÖVP-Politiker bekannte sich nachdrücklich zur geplanten Verwaltungsreform. "Wir brauchen sie, um die nachhaltige Budgetkonsolidierung abzusichern." Sie solle kein Zentralisierungskonzept sein.

Verstärkte Kontrollen gegen Preiserhöhungen

Finz erinnerte auch daran, dass der Schilling in der dualen Phase (bis 28. Februar 2002) nur mehr ein Barzahlungsmittel ist, buchmäßig gilt ab 1.1.2002 nur der Euro, Überweisungen können daher nicht mehr in Schilling vorgenommen werden. Mit einer entsprechend guten Vorverteilung des Euro solle dafür gesorgt werden, dass die Umstellung reibungslos funktioniert.

Den Befürchtungen der Bevölkerung, dass es im Zuge der Euro-Einführung zu Preiserhöhungen kommen könnte, soll mit verstärkten Kontrollen zur Einhaltung der Preisumstellungsregeln entgegengetreten werden.

Banköffnungszeiten werden diskutiert

Zur Tatsache, dass es in der heißen Phase vor der Einführung des Euro - zwischen dem 22. Dezember und dem 1. Jänner - praktisch nur zwei Banköffnungstage gibt, sagte Finz, dass man derzeit mit den Banken über Öffnungszeiten diskutiere. "Die Banken prüfen das noch." Für den örtlichen Bedarf, wie in Tourismusgebieten, werde es jedenfalls die Regelung geben, dass Banken am 1. Jänner offen haben werden.

Burgenlands Gemeindereferent LHStv. Steindl wies darauf hin, dass sich auch die Kommunen intensiv auf die Währungsumstellung vorbereiten müssen. Die Pflicht zur doppelten Preisauszeichnung zwischen dem 1. Oktober 2001 und dem 28. Februar 2002 bestehe nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Gemeinden, soweit sie unternehmerisch tätig sind. Bereiche, in denen das Entgelt mittels Bescheid vorgeschrieben wird, unterliegen jedoch nicht der doppelten Preisauszeichnung. Steindl hat ein Euro-Telefon (02682/600-2698) eingerichtet, das ab sofort zur Verfügung steht. (APA)

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