Trigon Bank: Gläubiger hoffen auf 50-Prozent-Quote

11. Mai 2001, 19:27
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Forderungen von 946 Millionen Schilling angemeldet

Wien - Die Gläubiger der seit Mitte Februar im Konkurs befindlichen Trigon Bank können auf eine Quote von 50 Prozent hoffen, betonte der Insolvenzexperte im Kreditschutzverband von 1870 (KSV), Alexander Klikovits, am Freitag im Anschluss an die Prüfungstagsatzung beim Wiener Handelsgericht.

Insgesamt haben 222 Gläubiger Forderungen in der Höhe von 946 Mill. S (68,7 Mill. Euro) angemeldet. Davon hat der Masseverwalter Peter Schulyok 562,9 Mill. S anerkannt. Bestritten wurden unter anderem "dubiose Forderungen" aus dem Ausland und teilweise erfolgte Doppelanmeldungen.

Einlagensicherung schützt die meisten

Die meisten der rund 4.000 Sparer haben Forderungen unter der Einlagensicherungsgrenze von 20.000 Euro oder 275.206 S und werden daher keinen Schaden erleiden. Wie berichtet wird die Einlagensicherung am 15. Mai mit der Auszahlung beginnen. Dabei werden in einer ersten Tranche etwa 1.000 Sparer insgesamt rund 160 Mill. S erhalten. In einer zweiten Tranche werden im Juni d.J. rund 1.100 weiter Trigon-Kunden entschädigt. Insgesamt beliefen sich die gesicherten Einlagen bei der Trigon Bank auf rund 420 Mill. S (30,52 Mill. Euro).

Die angepeilte Konkursquote soll über die Einbringung von Krediten finanziert werden. Mit 50 Prozent haben die Trigon-Gläubiger jedenfalls bessere Aussichten als die Gläubiger der Riegerbank, die nur 20 Prozent erwarten. Die Quotenerwartung für die Gläubiger der Diskontbank hingegen beträgt 70 Prozent. (APA)

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