Billiger telefonieren im Ausland

11. Mai 2001, 18:27
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Mobilkom Austria kommt noch heuer mit neuem Europa-Tarif - Vorerst nur bei Telecom Italia

Die Mobilkom Austria arbeitet gemeinsam mit ihrer Mutter Telecom Italia Mobile (TIM), die 25 Prozent und eine Aktie am österreichischen Mobilfunkmarktführer hält, an einem Europa-Tarif. Noch heuer - vielleicht sogar bereits im reiseintensiven Sommer - soll der neue Handytarif eingeführt werden, der im Ausland geführte Gespräche verbilligen wird, ließ Mobilkom-Vorstand Riccardo Todini verlauten.

Der Europatarif wird vorerst ausschließlich von der 25-prozentigen Mobilkom-Mutter Telecom Italia Mobile (TIM) angeboten werden. Ob und in welcher Form der Europatarif auch von österreichischen Kunden genutzt werden kann, werde von der Mobilkom derzeit noch geprüft. Eventuell werde es eine Angebot für multinationale Konzerne geben, präzisierte Mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes am späten Nachmittag.

Ende der hohen Roaming Gebühren

Die hohen Roaming-Gebühren sind oft Stein des Ärgernisses für Mobilfunkkunden. Sobald mit einer österreichischen SIM-Karte im Ausland telefoniert wird, explodieren die Kosten. Die TIM will künftig ihr großes Auslandsnetz - der italienische Marktführer ist neben Österreich auch in Südamerika, Griechenland, Spanien, Frankreich, Tschechien und der Türkei vertreten - für einen einheitlichen Auslandstarif nützen. Die TIM hat derzeit weltweit 48 Mill. Mobilfunkkunden.

Kooperation mit ausländischen Mobilfunkanbietern

In jenen Ländern, wo das Unternehmen nicht selbst tätig ist, sollen Kooperationen mit Mobilfunkbetreibern - etwa der Deutschen Telekom - geschlossen werden, um auch dort den Europa-Tarif anzubieten, erläuterte Todini. Für den Tarif werde man sich voraussichtlich nicht extra anmelden müssen, Grundgebühr sei keine vorgesehen.

Europa Tarif für Großunternehmen

Weiters soll es auch einen einheitlichen Europa-Tarif für Großunternehmen geben, die europaweit mit Niederlassungen vertreten sind. Die Beschäftigten dieser Unternehmen werden auch zusätzliche Dienste - wie etwa das Schicken eines Faxes von Italien nach Österreich via Handy - zu einem einheitlichen Preis nützen können, berichtete Todini.

TIM's größter Konkurrent - der weltgrößte britische Mobilfunkbetreiber Vodafone - hat bereits in Jänner 2001 einen paneuropäischen Tarif mit einheitlichem Preis gelauncht. Gespräche in europäischen Mobilfunknetzen kosten bei Vodafone 14 S (1,017 Euro) je Minute. Aus dem österreichischen Markt hat sich Vodafone jedoch kürzlich mit dem Verkauf von tele.ring zurückgezogen. (apa)

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