Schritt vorwärts bei Effizienz von Röntgen

11. Mai 2001, 13:42
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Digitale Speichermedien bringen bis zu 85% Ersparnis

Jena - Neu entwickelte hochempfindliche Speichermedien, die das von den Röntgenstrahlen erzeugte Bild aufzeichnen, können Strahlendosis bei Durchleuchtungen bis zu 85 Prozent reduzieren. Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena stellte am Donnerstag ihr Verfahren vor.

Bisheriges Problem war stets, dass eine zu geringe Strahlendosis führt zu einer unterbelichteten, wegen kontrastmangel nicht verwertbaren Aufnahme führt. Beim neuen System werden Speicherfolien mit Röntgenstrahlen belichtet und dann digital gelesen. Das Bild erscheint dann auf einem Monitor und kann auf einen Laserfilm ausgedruckt werden. Die digitale Aufnahme liefere hingegen durch die Optimierung der Grauwertzuteilung praktisch immer ein verwertbares Bild.

Wenngleich die Technik für alle Anwendungsgebiete von Röntgen einen Fortschritt darstellt, ist dieser beim medizinischen Einsatz besonders gefragt. So lassen sich beispielsweise bei Schädelaufnahmen die Röntgendosis auf mindestens 56 Prozent und bei Handaufnahmen auf 52 Prozent senken. Bei Untersuchungen des Beckens sei sogar eine Reduktion auf die Hälfte möglich. Noch deutlicheres Fallbeispiel: "Für eine Stellungskontrolle nach einem Knochenbruch würden zwischen 15 und 23 Prozent der bisher verwendeten Strahlendosis ausreichen", so der Leiter der Studie. (pte/red)

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