Bundesforste verkaufen große Ländereien in der Steiermark

11. Mai 2001, 17:15
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Flächenmäßig größter Verkauf der letzten Jahrzehnte

Graz - Die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG) hat mit zwei Forstrevieren in den Rottenmanner Tauern in der Obersteiermark den flächenmäßig größten Verkauf der letzten Jahrzehnte getätigt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden die Ländereien im Umfang von 4.200 Hektar um 300 Mill. S (21,8 Mill. Euro) an die H.M.Z. Liegenschaftserwerbs-, Verwaltungs- und Handels-GesmbH verkauft. In der Steiermark stehen damit aktuell noch 2.500 ha zur Disposition.

Im Zuge ihrer Immobilienstrategie, die den aktiven Verkauf exklavierter oder ertragsschwacher forstlicher Liegenschaften vorsieht, hat die ÖBf AG bereits vor längerer Zeit den Verkauf der Forstreviere Autal und Pölsen beschlossen. Diese bestehen zu etwa zwei Dritteln aus unbewaldeten Flächen und Schutzwald und liegen abseits des Kerngebietes der ÖBf AG: "Ein Arrondierungsverkauf", erklärte der für den Immobilienbereich zuständige Vorstand Thomas Uher.

Überregionales Tourismuskonzept angeboten

Nach Durchführung eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens erfolgte nun der Verkauf an die Firma H.M.Z., vertreten durch den Industriellen Helmut Zoidl. Laut Bundesforste habe der Käufer einerseits das Höchstgebot gelegt, andererseits biete er zur Förderung der Region ein überregionales Tourismuskonzept an.

Da es sich beim Revier Pölsen um ehemals jüdisches Vermögen handelt, wurde mit den Erben der ursprünglichen Eigentümer schon im Vorfeld der Veräußerung ein Vergleich abgeschlossen, der einerseits die Interessen der Erben und die moralische Verpflichtung der Österreichischen Bundesforste berücksichtigt und andererseits Rechtssicherheit schafft. (APA)

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