19. April 1995.
Der Albtraum von Oklahoma City

11. Mai 2001, 10:27
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168 Tote und 674 Verletzte - Rettungsteams kämpften 16 Tage gegen Flammenhölle

Washington - Der Bombenanschlag von Oklahoma City war der folgenschwerste, der jemals auf dem Boden der Vereinigten Staaten verübt wurde: 168 Menschen wurden getötet und 674 verletzt. Die Explosion verwandelte einen Frühlingstag im Bruchteil einer Sekunde in einen Albtraum. Nur jeder zehnte der Menschen, die sich am 19. April 1995 im Alfred-Murrah-Gebäude aufhielten, entkam unverletzt.

Die Bombe, die der Golfkriegsveteran Timothy McVeigh kurz nach 09.00 Uhr früh in einem Lastwagen zündete, hatte eine Sprengkraft von mehr als zwei Tonnen. Das Behördengebäude klaffte auf und stürzte teilweise ein. In der Nähe abgestellte Autos gerieten in Brand; Parkuhren wurden aus dem Zement gerissen. 25 weitere Gebäude wurden beschädigt. Die Glassplitter flogen kilometerweit.

30 Vollwaisen

Im Flammenmeer und Trümmerhagel verloren sich die Schreie der Überlebenden. Erst nach 16 Tagen gaben die Rettungsmannschaften auf. 149 Erwachsene und 19 Kinder, die eine Tagesstätte in dem Behördengebäude besuchten, wurden tot geborgen. 219 Kinder und Jugendliche verloren ein Elternteil, 30 wurden Vollwaisen. 7000 Menschen hatten auf einen Schlag keinen Arbeitsplatz mehr.

McVeigh wurde eine Stunde nach der Explosion nördlich von Oklahoma City am Steuer seines Autos festgenommen. Sein Wagen hatte kein Nummernschild. 1997 wurde er zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung ist für kommenden Mittwoch angesetzt. (APA)

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