Erste Bank mit kräftigem Ergebnisplus

11. Mai 2001, 12:00
posten

Ostexpansion befreite von Westproblemen

Wien - Im ersten Quartal 2001 war in der Erste Bank das Konzernbetriebsergebnis mit 143,5 Mill. Euro (1,97 Mrd. S) um 43,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Der Konzernjahresüberschuss kletterte um 16,3 Prozent auf 54,2 Mill. Euro.

Die Bilanzsumme des Erste Bank Konzerns erhöhte sich im ersten Quartal 2001 gegenüber dem Stichtag 31.12.2000 um 12,5 Prozent auf 80,1 Mrd. Euro. Damit hat der Erste Bank Konzern erstmals in seiner Geschichte die 1.000-Mrd.-Schilling-Grenze überschritten. Zurückzuführen ist dieser Anstieg in erster Linie auf die Eingliederung der Slovenska sporitelna (SLSP) mit einer Bilanzsumme von Euro 4,3 Mrd. Euro.

Alle Ertragskennzahlen verbessert

Von Jänner bis März 2001 wurden alle wesentlichen Ertragskennzahlen verbessert. Auch die Prognose, dass die Eigenkapitalverzinsung nicht unter 12 Prozent fallen werde, konnte im deutlich erweiterten Konzern eingehalten werden, berichtete die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen am Freitag weiter.

Die Quartalszahlen zeigten, dass die Expansion in die Wachstumsregion Zentraleuropa die Erste Bank Gruppe von den konjunkturellen Entwicklungen in Westeuropa unabhängiger mache, stellte das Institut in einer ad-hoc-Mitteilung zum Geschäfts- und Ergebnisverlauf Jänner bis März 2001 fest.

Mit dem ersten Quartal 2001 präsentiere die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG erstmals einen Zwischenabschluss, der alle wesentlichen strategischen Schritte der vergangenen vier Jahre - die Expansion in die Nachbarstaaten sowie die Kooperation mit den Sparkassen - in Zahlen fasse.

Nach Sporitelna-Käufen 75 Prozent mehr Kreditvorsorgen

Die beiden Großakquisitionen der Erste Bank im Ausland schlugen sich nicht nur ertragsseitig nieder, sondern auch in den Risikopositionen: Mit 48,1 Mill. Euro (662 Mill. S) um knapp 75 Prozent höher ausgefallen sind im Erste-Bank-Konzern im ersten Quartal 2001 die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft. Das lag nach Erste-Angaben von Freitag ausschließlich an der Eingliederung der beiden Sparkassen in Tschechien (Ceska Sporitelna/CS) und der Slowakei (Slovenska Sporitelna/SLSP). Hier wurden die jeweiligen Risikovorsorgen an die "sehr konservativen" Richtlinien der Erste Bank angepasst. (APA)

Share if you care.