USA begrüßen Entscheidung zu Zwangsarbeiter-Entschädigung

11. Mai 2001, 07:04
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Jüdischer Weltkongress: "Letztes Hindernis ausgeräumt"

Washington/New York - Die USA haben die Abweisung von Sammelklagen gegen die deutschen Banken in den USA begrüßt. Washington hoffe, dass die Entscheidung der New Yorker Richterin Shirley Kram den Weg für einen "sofortigen Beginn der Zahlungen" an ehemalige NS-Zwangsarbeiter freimache, erklärte US-Außenamtssprecher Richard Boucher am Donnerstag (Ortszeit). Jetzt müsse den bedürftigen Überlebenden endlich Gerechtigkeit widerfahren.

Positiv bewertete das Urteil Krams auch der Jüdische Weltkongress. Direktor Elan Steinberg sagte in New York, mit der Entscheidung sei "das letzte Hindernis ausgeräumt". Krams vorherige Weigerung, die Sammelklagen abzuweisen, bezeichnete er als "Schande". Kram hatte die Abweisung der Klagen zweimal verweigert. Ihren Sinneswandel begründete sie damit, dass ihrer Überzeugung nach nun auch die Kläger gegen österreichische Banken durch die deutsche Stiftungslösung zu ihrem Recht kommen würden. (APA)

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