USA: Mitchell-Bericht Basis für Nahost-Friedensinitiative

11. Mai 2001, 07:01
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Untersuchungskommission fordert Baustopp für jüdische Siedlungen

Washington/Jerusalem - Die USA haben den Untersuchungsbericht über die Ursachen der Gewalt im Nahen Osten begrüßt und als mögliche Grundlage für neue Friedensinitiativen bezeichnet. US-Außenminister Colin Powell bewertete den so genannten Mitchell-Report am Donnerstag als sehr gut.

"Der Mitchell-Bericht könnte uns auch eine Ausgangsbasis schaffen, um neue Friedensinitiativen zu beginnen", sagte Powell vor einem Unterausschuss des US-Senats. Dies war die erste öffentliche Stellungnahme der USA zu dem Bericht, den eine internationale Untersuchungskommission unter der Leitung des ehemaligen US-Senators George Mitchell vorgelegt hat. Bis zum 15. Mai sollen Israel und die Palästinenser ihrerseits Stellung zu dem Bericht nehmen.

Beide Konfliktparteien haben Teile des Reports begrüßt, andere Punkte jedoch kritisiert. In dem Bericht über die Ursachen der seit Ende September anhaltenden Gewalt wird Israel etwa aufgefordert, den Bau jüdischer Siedlungen in den Palästinenser-Gebieten zu stoppen. (APA/Reuters)

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