Neue Chance für die Neusiedler-See-Straße

10. Mai 2001, 20:42
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Entlastungsstrasse auch ohne Volksbefragung immer wahrscheinlicher

Eisenstadt - Eine Volksbefragung vor Augen, scheint es nun doch noch zu einer Lösung für eine Entlastungsstraße entlang des Neusiedler Sees zu kommen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl glaubt nach einer Aussprache mit den betroffenen Bürgermeistern am Donnerstag daran.

Eckpunkte des neuen Projekts:

- Es wird eine neue Trassenvariante erarbeitet, eine Straßenführung direkt am See oder auf dem Kamm des Leithagebirges dürfte es jedoch nicht werden.

- Die Orte am See erhalten Umfahrungen, dazwischen bleibt es bei der bestehenden B50-Trasse.

- Donnerskirchen, Purbach und Breitenbrunn könnten unter Umständen auch untertunnelt werden.

- Die Straße wird nicht 4-spurig ausgebaut, es könnte bei zwei Fahrspuren bleiben - das Land muss dann allerdings mitzahlen, eine vierspurige Straße wäre als Schnellstraße von der Bundesstraßengesellschaft bezahlt worden.

Derzeit liegen insgesamt sechs Trassenvarianten auf dem Tisch

Der öffentliche Verkehr - Bahn und Bus - sollen attraktiver gemacht werden, mit den Gemeinden soll eine gemeinsame Variante erarbeitet werden. Derzeit liegen insgesamt sechs Trassenvarianten auf dem Tisch. Niessl meint, dass eine Mischvariante gesucht und den Burgenländern zur Abstimmung vorgelegt werden sollte. Nach einem Beschluss des Landtages wird es eine Volksbefragung dazu geben. Professor Peter Czernin soll die Trassensuche begleiten, vor wenigen Wochen wurde Thomas Perlaky als Verkehrskoordinator für das Burgenland installiert.

Es sei unbestritten, dass etwas geschehen müsse, sagte Niessl mit Blick auf die Osterweiterung. In wenigen Jahren würden sich an die 20.000 Fahrzeuge oder mehr durch die B50-Gemeinden zwängen. (APA/wei, DER STANDARD Print-Ausgabe 11. Mai 2001)

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