Parkplätze mit Videoüberwachung

10. Mai 2001, 20:24
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Zwei Drittel aller Autobahnparkplätze werden geschlossen

Linz - Im Zuge der Sanierung der heimischen Autobahnen soll auch das System der Parkplätze umgekrempelt werden. Mittelfristig sollen rund zwei Drittel der Plätze geschlossen werden, statt dessen werden so genannte Schwerpunktparkplätze zwischen den Raststationen eingerichtet.

Derzeit gibt es rund 350 Parkplätze entlang Österreichs Autobahnen. Laut Harald Dirnbacher von der staatlichen Autobahnen- und Schnellstraßenfinanzierungs AG (Asfinag) sei dieses dichte Netz aber nicht mehr zeitgemäß und vor allem unwirtschaftlich. Daher will man sukzessive ausdünnen, übrig bleiben sollen nur 100 bis 120 Haltemöglichkeiten.

Das Konzept sieht die Errichtung von videoüberwachten Schwerpunktparkplätzen mit Toiletten, Duschen und Kiosken vor. Für ÖAMTC-Verkehrschef Willy Matzke macht das neue System Sinn. "Die Parkplätze werden immer mehr zu Umschlagplätzen des Verbrechens", ist er überzeugt. Daher sei es begrüßenswert, wenn es weniger Parkplätze gibt, dafür aber besser kontrollierte geschaffen werden. Die vorhandenen Stellen seien auch für die Benutzung durch Lkw oft nicht wirklich geeignet; dieses Problem würde durch die neue Struktur ebenfalls verbessert, meint Matzke. (moe, DER STANDARD Print-Ausgabe 11. Mai 2001)

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