Schwermetalle kostengünstig wiederverwertbar

10. Mai 2001, 20:12
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Europaweites Forschungsprojekt befasst sich mit "metal bonding agents",

Saarbrücken - An der Universität Saarbrücken ist ein europaweites Forschungsprojekt gestartet, bei dem kostengünstige Verfahren zur Schwermetallabtrennung aus Industrieabwässern entwickelt werden sollen. Daran beteiligt sind 13 Universitäten und Forschungsinstitute aus Europa, darunter aus Belgien, Bulgarien, Griechenland, den Niederlanden, der Slowakischen Republik und der Tschechischen Republik.

Die neuen Techniken beruhen auf so genannten "metal bonding agents", erläuterte ein Sprecher der Saaruniversität. Das sind für die jeweiligen Schwermetalle maßgeschneiderte Hilfsstoffe, die dem Abwasser in besonderen Verfahren zugesetzt werden. Sie lagern sich an die Schwermetall-Teilchen an. Die auf diese Weise "vergrößerten" Teilchen werden mit speziellen, für die jeweiligen Erfordernisse entwickelten Membranen abgefangen. Das Besondere bei dieser Methode ist, dass die aufgefangenen Schwermetalle wieder verwertet werden können. Das ist besonders bei teuren Metallen wie Germanium lukrativ. Auch die Hilfsstoffe kann man nach ihrer Abtrennung von den Schwermetallen erneut einsetzen.

Im Kooperationsverbund werden von den Partnern, die aus verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen kommen, verschiedene Bestandteile dieser Verfahren erforscht und entwickelt. Auch Kombinationen mit herkömmlichen Verfahren werden in Zusammenarbeit mit der Industrie erprobt. Unterstützt wird die Koordination und Organisation des europäischen Großprojekts durch die Firma EURICE (European Research and Project Office GmbH). Sie ist zentrale Koordinierungsstelle für alle organisatorischen Fragen von EU-Forschungsförderung. Die Europäische Union fördert das Großprojekt für drei Jahre mit mehr als fünf Mio. Mark.(pte)

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