Oberstes Kosovo-Gericht lässt 44 mutmaßliche Rebellen frei

10. Mai 2001, 17:19
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Albaner nach Rückzug aus Mazedonien festgenommen

Pristina - Das Oberste Gericht im Kosovo hat 44 mutmaßliche Rebellen der in Mazedonien kämpfenden albanischen "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) auf freien Fuß gesetzt. Die Verteidiger der Männer hätten sich vor dem Gericht mit einer Klage gegen einen verlängerten Gewahrsam durchgesetzt, teilte die UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) am Donnerstag in Pristina mit.

Die Albaner waren im März nach schweren Gefechten um die nordwestmazedonische Stadt Tetovo beim Rückzug ins Kosovo an der Grenze von deutschen Soldaten in Gewahrsam genommen worden. Eine ganze Reihe der Männer war dabei noch im Besitz von Waffen und Uniformen. Gegen sie wurden aber nur Verfahren wegen illegalen Grenzübertritts und illegalen Waffenbesitzes eingeleitet.

In dem Obersten Gericht urteilten zwei internationale und ein Richter aus dem Kosovo. Mit seiner Entscheidung setzte es ein anders lautendes Urteil des Gerichts der Stadt Prizren im Süden des Kosovo aus. (APA/dpa)

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