Welteke: "Kein Richtungswechsel der Geldpolitik"

11. Mai 2001, 15:38
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Deutscher Bundesbankpräsident spricht von Anpassung an geldpolitische Strategie

Frankfurt - Die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach Worten des Präsidenten der Deutschen Bundesbank, Ernst Welteke, kein Richtungswechsel der Geldpolitik, sondern nur eine Anpassung des Zinsniveaus an die geldpolitische Strategie der Notenbank. "Der Schritt war kein Richtungswechsel, sondern eine Adjustierung der Zinsen, um sie mit unserer Strategie in Einklang zu bringen", sagte Welteke am Donnerstag in Kronberg nach der überraschenden Entscheidung der EZB, die Leitzinsen um 25 Basispunkte zu verringern. Auf die Frage, ob dies der Auftakt zu weiteren Zinssenkungen gewesen sei, sagte Welteke: "Von nun an gilt wieder "Wait and See", nur auf einer anderen Ebene (der Zinsen)."

Die von der EZB angekündigte Revision der Wachstumsrate der Geldmenge M3 nach unten zeige, dass von der Geldmenge keine Preisgefahren mehr ausgingen. Die bevorstehende M3-Revision sei nur einer von mehreren Gründen der Zinssenkung gewesen. EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte zuvor angekündigt, die Daten zum M3-Wachstum seien statistisch nach oben verzerrt. Die Jahresrate für das M3-Wachstum im März werde im nächsten EZB-Monatsbericht von 5,0 auf 4,4 Prozent herunterrevidiert. (APA/Reuters)

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