Premiere bei Premiere

10. Mai 2001, 16:40
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Neun Fußball-Spiele werden parallel übertragen

Zum Abschluss der Premieren-Saison gibt es bei Premiere noch einmal eine Neuheit: Erstmals in der Fernsehgeschichte werden am Samstag alle neun Spiele der Fußball-Bundesliga gleichzeitig live übertragen. Sportchef Carsten Schmidt hofft, "dass jetzt mit diesem furiosen Finale viele mit Premiere World in Kontakt kommen und Begehrlichkeiten geweckt werden". Das ist auch notwendig, denn die Abonnentenzahl stagniert bei rund 2,3 Millionen, und der Pay-TV-Sender aus dem Hause Kirch ist nach Milliarden-Investitionen weiter defizitär.

Ein Erfolg sind hingegen die in dieser Saison erstmals angebotenen Pay-per-view-Spiele - zur Freude der Klubs, die mitverdienen. "Das ist ein schönes Zusatzgeschäft", sagt der Premiere-Sportchef. "Wir können der Liga und dem Verband nach Abzug der Kosten einen satten Betrag überweisen." Wie viel das genau ist, wird erst die Abrechnung nach der Saison ergeben.

Dass am besten verkaufte Einzelspiel war bis zur Winterpause Schalke gegen Bayern mit 65.000 Einzelbuchungen. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" gab es aber auch Partien, bei denen weniger als 1.000 Kunden das zwölf Mark teure Einzelticket erstanden haben. Premiere-Sprecher Olaf Markhoff sagt hingegen: "Das entspricht nicht der Realität, es gab kein einziges Spiel, das nicht mindestens im vierstelligen Bereich lag."

Die letzten beiden Saisonrunden werden für Premiere zur echten Bewährungsprobe, denn erstmals werden sämtliche neun Spiele parallel gezeigt. Dafür sind mehr als 1.000 Mitarbeiter im Einsatz, hat Premiere-Sprecher Dietrich Wöstehoff errechnen lassen. 100 Kameras sind bereitgestellt, mehr als 50 Kilometer Kabel werden verlegt. (APA/dpa)

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