Zürcher Oper will in die "Champions- League"

10. Mai 2001, 21:30
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Welser-Möst und Pereira überzeugt

Zürich - Das Opernhaus Zürich bringt in der kommenden Spielzeit 15 Neuinszenierungen - zwölf Neuproduktionen von Opern und drei neue Ballette - heraus, dazu kommen 24 Wiederaufnahmen. Daneben will das Haus öfter auf Reisen gehen. Nach dem erfolgreichen Gastspiel in Wien vor den Wiener Festwochen mit Verdis "Requiem" sei mindestens einmal ein Jahr ein Auftritt in einem internationalen Musikzentrum vorgesehen, sagte Chefdirigent Franz Welser-Möst. "Wir wollen in der Champions- League der Opernhäuser mitspielen, wenn auch als kleinstes Mitglied", betonte Alexander Pereira, wie Welser-Möst gebürtiger Österreicher, am Donnerstag. Welser-Möst zeigte sich überzeugt, dass sich das Orchester des Zürcher Opernhauses in den vergangenen Jahren ständig verbessert und internationales Niveau erreicht habe.

Zu den Höhepunkten der kommenden Opernsaison in Zürich gehören Neuinszenierungen wie Verdis "Otello" mit Jose Cura in der Titelpartie oder "Chowanschtschina" von Mussorgkski, ein Volksdrama, das zuletzt vor mehr als 50 Jahren in Zürich auf dem Spielplan stand. Opernfans anlocken dürften auch die Bellini-Oper "La sonnambula" mit der Star-Sopranistin Edita Gruberova oder Monteverdis "Il ritorno d'Ulisse in patria" mit den deutschen Sängern Dietrich Henschel (Bariton) und Jonas Kaufmann (Tenor). Daneben wird mit "Siegfried" und der "Götterdämmerung" in der kommenden Saison Wagners "Ring" in der Inszenierung von Robert Wilson abgeschlossen. (APA/dpa)

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