Kulturschaffende kritisieren "Kommerzialisierung"

10. Mai 2001, 13:53
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... und protestieren, weil man nicht zur Stellungnahme eingeladen wurde

Die in der Kulturpolitischen Kommission vertretenen Berufs- und Interessenverbände von Kunst- und Kulturschaffenden haben am Donnerstag "schärfstens" dagegen protestiert, nicht zur Stellungnahme zum Entwurf für das ORF-Gesetz eingeladen worden zu sein. Es sei nicht möglich, die notwendige Diskussion über den Auftrag und die Umsetzungsmöglichkeiten öffentlich-rechtlicher Programme mit einem "daran gänzlich uninteressierten politischen Gegenüber" zu führen.

Konkret kritisierte Gerhard Ruiss, Obmann der IG Autorinnen Autoren, dass der vorliegende Entwurf den ORF "noch mehr kommerzialisieren" würde. Darüber hinaus werde die Umsetzung des Entwurfs den ORF "politisch weiter domestizieren" und "noch mehr als bisher politischen Einflüssen zugänglich machen". Die ORF-Reform folge den Zielen "Konzentration und Kommerzialisierung", gleichzeitig gebe es aber "keinerlei Interesse an einer Bestärkung der Medienvielfalt und an der Medienfreiheit, wenn es nicht sogar ein immer deutlicheres Interesse an deren Einschränkung gibt". In diesem Zusammenhang übte Ruiss auch Kritik am den geplanten Strafbestimmungen für Journalisten im Zuge der Reform der Vorverfahrensordnung. (APA)

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