Bank von England reduziert ihre Zinsen ebenfalls

10. Mai 2001, 14:18
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Um 0,25 Punkte auf 5,25 Prozent

London - Die Bank von England (BoE) hat am Donnerstag den britischen Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 5,25 Prozent gesenkt. Dies teilte der währungspolitische Ausschuss der Bank mit. Mit der dritten Zinssenkung innerhalb der vergangenen vier Monate reagiert die Zentralbank nach Angaben von Analysten auf Anzeichen einer Verschlechterung der globalen Konjunkturlage. Am 7. Juni wird in Großbritannien ein neues Unterhaus gewählt.

In ihrem Statement führte die Bank von England (BoE) zum einen die sich abschwächende Konjunktur an und verwies zum anderen darauf, dass die Zinssenkung notwendig gewesen sei, um das Inflationsziel der Regierung von 2,5 Prozent nicht dauerhaft zu verfehlen.

Anstieg der Verbraucherpreise

Im März hatte der Anstieg der britischen Verbraucherpreise (auf RPIX-Basis) im Jahresvergleich bei lediglich 1,9 Prozent gelegen. Dies war der 24. Monat in Folge, in dem der RPIX unter dem Inflationsziel notierte. Wenngleich vom Arbeitsmarkt noch Lohndruck ausgehe, sieht die BoE die Preis- und Kostenentwicklung insgesamt unter Kontrolle.

Nach der dritten Zinssenkung der BoE in diesem Jahr liegen die Zinsen in Großbritannien nun auf dem niedrigsten Niveau seit 19 Monaten. Die britische Notenbank hatte im Februar zum ersten Mal seit Juni 1999 ihre Geldpolitik gelockert und im April ein weiteres Mal den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt reduziert, um den wachsenden Konjunkturrisiken zu begegnen.

Pfund fester

Das Pfund Sterling legte nach der Zinsentscheidung kurzfristig um mehr als 0,1 US-Cent zu. Gegen 13.10 Uhr MESZ notierte die Währung mit 1,4232/37 Dollar jedoch wieder auf dem Niveau vor der Zinsentscheidung. (APA/dpa)

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