Sauwens ist ein großer Freund Österreichs

10. Mai 2001, 13:16
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Brüssel/Wien - Der flämische Politiker Johan Sauwens (Volksunion), den seine Mitgliedschaft beim "Sint-Maartensfonds" sowie die Teilnahme an einer Jubiläums-Feier dieser Organisation ehemaliger Angehöriger der Waffen seinen Ministerposten in der Regionalregierung Flanderns gekostet hat, gab sich in der Phase der Sanktionen der EU-14 als großer Freund Österreichs. Sauwens kritisierte die von der belgischen Regierung voll mitgetragene Sanktionspolitik gegen die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen und besuchte demonstrativ Österreich.

Anfang Februar 2000 traten die Sanktionen der EU-14 gegen Österreich in Kraft. Einer der vehementesten Befürworter war der belgische Außenminister Louis Michel. Mitte März ergriff Sauwens das Wort. In einer Aussendung im Namen des "offiziellen Flanderns" distanzierte er sich von "diversen schädlichen Aussagen einiger belgischer Prominenter". Flandern sehe durch die scharfe Haltung Belgiens gegen Österreich seine wirtschaftlichen Interessen gefährdet und wolle diese ebenso wie die Interessen vieler österreichischer Unternehmen in Flandern schützen, sagte Sauwens damals.

Noch im selben Monat reiste Sauwens nach Wien, um mit Vertretern belgischer Unternehmen über die Auswirkungen der Sanktionen zu sprechen und sich "ein Bild von der Lage zu machen". Im Jänner 2001 - die Sanktionen waren bereits wieder aufgehoben - besuchte der Flame erneut Wien. Im Mittelpunkt des Treffens standen Umstrukturierungen im Sicherheitsapparat, bei dem Innenminister Ernst Strasser (V) über die Schaffung des Bundeskriminalamtes berichtete. (APA)

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