Chinesische Hacker verkünden "Waffenstillstand" im Cyber-Krieg

10. Mai 2001, 18:17
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Durch amerikanische Gegenangriffe empfindlich gestört

Chinesische Hacker haben am Donnerstag einen "Waffenstillstand" im Cyber-Krieg gegen Websites von Ministerien und Firmen in den USA verkündet. In einer auf der Website chinabyte.com veröffentlichten Erklärung hieß es, von den Gegenangriffen von Hackern aus den USA seien bis Mittwoch mehr als 1100 chinesische Homepages betroffen gewesen, größtenteils solche der Regierung oder des Erziehungswesens.

"Rote Piraten"

Die chinesischen Webseiten müssten sich jetzt auf Sicherhungssysteme gegen derartige Angriffe konzentrieren und beispielsweiseFirewalls einrichten. Die Gruppe "Rote Piraten", die bisher die chinesischen Hacker-Angriffe koordinierte, teilte auf der Website sina.com mit, dass sie mit jeder künftigen Attacke nichts zu tun haben werde.

Wegen der anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Peking nach der Kollision eines US-Spionageflugzeugs mit einem chinesischen Abfangjäger und den Taiwan-Aussagen von US-Präsident George W. Bush hatte es seit Ende April verstärkte Angriffen chinesischer Hacker auf US-Websites gegeben. Durch die Angriffe war auch der Server des Weißen Hauses in Washington vorübergehend lahm gelegt worden.(APA)

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