Wenn sich Männer eher aus der Ruhe bringen lassen

10. Mai 2001, 14:10
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... Unfälle sind die Folge

Chapel Hill - In den USA sind jährlich rund 284.000 abgelenkte Autofahrer in folgenschwer Unfälle verwickelt. Laut einer Studie des University of North Carolina Highway Safety Research Centers (UNC) sind 15 Prozent der Lenker unaufmerksam, mehr als die Hälfte davon wird von Vorgängen im Inneren und Äußeren des Wagens abgelenkt. Männer lassen sich mit rund 63 Prozent eher aus der Kontrolle bringen als Frauen.

"Dabei überwiegen zu einem Drittel externe Ablenkungssituationen. Diesen folgen mit je elf Prozent das Hantieren am Radio oder CD-Player sowie Unterhaltungen mit weiteren Insassen", so die Studienautorin des UNC, Jane Stutts. Den Rest betreffen unter anderem die Regulierung der Klimaanlage, Essen und Trinken sowie mobiles Telefonieren und Rauchen. "Ablenkende Situationen unterscheiden sich innerhalb der Altersgruppen sehr deutlich. Fahrer unter 20 Jahren sind häufig mit der Wahl des Radiosenders und dem Wechseln von CDs beschäftigt. Personen zwischen 20 und 29 Jahre werden überwiegend durch Mitfahrer, über 65-jährige durch äußere Vorgänge abgelenkt", erläuterte Stutts. Dass Männer häufiger betroffen sind begründet die Studienleiterin damit, dass sie häufiger und öfter in Gruppen fahren.

Die Daten der Erhebung stammen von der National Highway Traffic Safety Administration. Dieses begutachtete rund 32.000 Autos, bei denen der Schaden zum Abschleppen reichte. Weiters wurden detaillierte Informationen über den Unfallhergang gesammelt sowie Lenker und Zeugen befragt. (pte)

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