Körpergröße beeinflusst Risiko eines Schlaganfalls

10. Mai 2001, 13:33
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Und das ganze soll schon in der Gebärmutter beginnen

Bristol - Wissenschaftler der University of Bristol und der University of Glasgow haben laut BBC eine direkte Verbindung zwischen einer Körpergröße und der Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls hergestellt. Am meisten gefährdet sind demnach kleine Menschen. Männer, die kleiner als 1,63 Meter sind, sind doppelt so gefährdet einen hämorrhagischen Schlaganfall zu erleiden wie jene über 1,75 Meter. Frauen unter 1,52 Meter sind einem 30 Prozent höheren Risiko eines derartigen Schlaganfalls ausgesetzt. Ein Größenvorteil von zehn Zentimeter entspricht dabei einem 20 Prozent niedrigerem Risiko bei allen Schlaganfallarten.

Für diese Studie wurden mehr als 15.000 Menschen im Westen Schottlands ab 1972 für die Dauer von 20 Jahren beobachtet. Anschließend wurden die Daten der 1.027 Schlaganfall-Patienten mit jenen der restlichen Teilnehmer verglichen. 23 Prozent der Erkrankten erlitten einen ischämischen Schlaganfall, bei dem die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. 8,8 Prozent erlitten einen hämorrhagischen Schlaganfall, der durch Blutungen im Gehirn ausgelöst wurde. Bei ischämischen Schlaganfällen hatte die Größe nur einen geringen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Studienautor Peter McCarron von der University of Bristol erklärte, dass diese Ergebnisse Thesen unterstützten, wonach verschiedene Faktoren bereits in den frühen Jahren das Risiko eines Schlaganfalls mitbestimmten. Die Verbindung zwischen Größe und Schlaganfall soll demnach bereits auf die Entwicklung in der Gebärmutter zurückgehen. So soll ein verringertes Wachstum in einer verstärkten Versorgung des Körpers mit Blut und Nahrung resultieren, jedoch nicht des Gehirns. Dadurch werde die Gehirnstruktur auf Dauer verändert und später anfälliger für einen Schlaganfall. (pte)

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