Tiroler Busunglück vom 1. Mai fordert zwei weitere Opfer

10. Mai 2001, 18:31
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Zwei weitere Businsassen noch nicht über dem Berg

Innsbruck (APA) - Nach dem schweren Busunglück auf der Inntalautobahn in Vomp in Tirol am 1. Mai, bei dem sechs Menschen starben und 53 weitere Insassen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden waren, sind am Mittwoch zwei weitere Opfer ihren schweren Verletzungen erlegen. Die beiden Erwachsenen lagen seit dem Unglück auf der Traumatologischen Intensivstation der Innsbrucker Universitätsklinik, sagte der behandelnde Arzt und Leiter der Abteilung, Wolfgang Koller.

Weiterhin Lebensgefahr

Über die Identität der Personen sowie deren Diagnosen wurde Stillschweigen vereinbart. Derzeit würden noch drei weitere Businsassen auf der Traumatologie behandelt. Bei zwei dieser Unfallopfer sei "derzeit die Krise noch nicht eindeutig vorbei", erklärte Koller. Darüber hinaus sei noch nicht abschätzbar, wann die Verletzten die Klinik verlassen könnten. Der Gesundheitszustand des fünften Patienten sei "deutlich besser".

Unfallursache noch nicht geklärt

Nach Angaben der Zillertaler Verkehrsbetriebe ist der 30-jährige Unglückslenker seit vier Jahren im Unternehmen und mit Gelenkbussen bisher ohne Probleme unterwegs gewesen. Ein Alko-Test habe 0,0 Promille ergeben, die vorläufige Auswertung des Tachografen eine Geschwindigkeit "nicht schneller als 100 km/h", hatte Bezirkshauptmann Karl Mark betont. Ein Überholvorgang war von der Gendarmerie ausgeschlossen worden. Fahrzeuge ähnlichen Bautyps wollte das Busunternehmen bis zum Ergebnis der technischen Überprüfung vorerst aus dem Verkehr ziehen.

Der Lenker hatte ebenso wie Passagiere angegeben, dass er durch Fahrbahnschäden die Herrschaft über den hinteren Teil des Wagens verloren habe. Der Bus walzte die Mittelleitschiene nieder, kippte um und zerbrach in zwei Teile. (APA)

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