Verbessertes Raumklima durch Zimmerpflanzen

10. Mai 2001, 16:04
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Sie entgiften teilweise unsere Luft

Wien/Hamburg - Zimmerpflanzen in geschlossenen Räumen wirken wie eine "grüne Leber": Orchidee, Gerbera und Co. filtern Forschungsergebnissen des John C. Stennis Space Centers der US-Raumfahrtbehörde NASA zufolge Schadstoffe aus der Luft.

Unter den bis zu 4.000 existierenden Schadstoffen nimmt Formaldehyd den größten Raum ein, es steckt in Spanplatten, Teppichböden und im Zigarettenrauch, berichtet die deutsche Zeitschrift "Für Sie" in ihrer aktuellen Ausgabe. "Auch Benzol aus der Außenluft, die Lösungsmittel Trichlorethylen aus Reinigungsmitteln und Xylol und Toluol in Lacken und Farben gehören dazu", sagte Dr. Christian Langebartels, stellvertretender Direktor am GSF-Institut für Biochemische Pflanzenpathologie in Oberschleißheim.

Diese Giftstoffe sind verantwortlich für das "Sick Building Syndrome", Beschwerden, die in Innenräumen auftreten. Dazu zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizhusten, Atemnot sowie Reizungen von Augen, Nase und Hals.

Entgiftendes System

Untersuchungen am GSF-Institut bestätigten laut "Für Sie", dass das entgiftende System der Pflanzen wie eine "grüne Leber" funktioniert. Spezielle Enzyme wandeln aufgenommene Gifte in bedenkenlose Stoffe um, die von der Pflanze weiter verwertet werden. "Diese Enzyme stecken generell in allen Pflanzen - entscheidend für die Filterung von Giftstoffen ist die Aufnahmefähigkeit der Blätter durch so genannte Spaltöffnungen. Wächst die Pflanze, hat sie genug Luftfeuchtigkeit und ausreichend Licht, geht es ihr also gut, ist ihre Aufnahmefähigkeit besonders hoch", so Langebartels.

Zwar könnten Grünpflanzen die Luft stark belasteter Räume nicht komplett reinigen, aber in genügender Zahl und Größe das "Betriebsklima" wesentlich verbessern. Außerdem seien viele Pflanzen optimale Luftbefeuchter. (APA)

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