B 50: Lösung in Sicht

10. Mai 2001, 16:43
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Betroffene Gemeinden dürfen über Trassenvariante mitreden

Eisenstadt - In der Frage des Baus einer Entlastungsstraße für die B 50 zwischen Eisenstadt und Jois scheint nach den fruchtlosen Diskussionen der letzten Monate nun doch eine Lösung in Sicht zu sein. Unter Einbeziehung aller betroffenen Gemeinden - auch jener, die nicht direkt an der Straße liegen, aber hottermäßig berührt sind - soll eine Trassenvariante erarbeitet werden. Das teilte Landeshauptmann Niessl am Donnerstag nach einer mehrstündigen Aussprache mit den Bürgermeistern, die er am Vorabend geführt hatte, mit. "Das Gespräch war konstruktiv. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden."

Es herrsche Übereinstimmung darüber, dass etwas geschehen muss, sagte der Landeshauptmann. Schon heute sei die Lage dramatisch, "wenn es zur Osterweiterung kommt, wird sich die Situation weiter verschärfen." Man könne davon ausgehen, dass sich in wenigen Jahren an die 20.000 Fahrzeuge - wenn nicht mehr - durch die Gemeinden an der B 50 zwängen werden.

Neun-Punkte-Liste

Niessl nannte neun Punkte, in denen mit den Ortschef Übereinstimmung erzielt wurde: Alle Gemeinden erhalten alle Unterlagen zur B 50, der öffentliche Verkehr - Bahn und Bus - wird attraktiver gestaltet, die Anregungen der Gemeinden sollen in die Erarbeitung einer Trassenvariante einfließen und eine gemeinsam erarbeitete Variante erstellt werden, die Begleitwege sollen ausgebaut werden. Es wird von einem zweispurigen Ausbau der B 50 ausgegangen.

Weiters auf der Neun-Punkte-Liste: Nachtfahrverbot für Transit-Lkw, Berücksichtigung der Ergebnisse der Studie "Verkehr und sensible Gebiete", Aufnahme des Ausbaus der B 50 in den Generalverkehrsplan des Bundes und Auftrag an Prof. Dr. Peter Czernin, die Erarbeitung einer Trassenvariante zu begleiten.

Nach einem Beschluss des Burgenländischen Landtages wird es auch Volksbefragung zur Verkehrsentlastung an der B 50 geben. Derzeit liegen insgesamt sechs Trassenvarianten auf dem Tisch. LH Niessl ist der Meinung, dass man auf Grundlage dieser Varianten eine Mischvariante suchen sollte. Er wertete sein Gespräch mit den Bürgermeistern auch als "Signal, dass in der Frage der B 50 Parteipolitik keinen Platz hat - die B 50 ist eine reine Sachentscheidung. Wenn sich jemand parteipolitisch profilieren will, bitte nicht bei der B 50. Das haben sich die Menschen dieser Region nicht verdient." (APA)

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