Siemens sieht schwierigen Markt auch bei UMTS-Netzen

10. Mai 2001, 10:22
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Der Münchner Konzern streicht wegen Telekomflaute 2.000 weitere Stellen

Der Siemens-Konzern streicht wegen der Flaute im Telekommunikationssektor noch einmal zusätzlich 2.000 Stellen. Damit sollen im Mobilfunk- und im Netzwerkgeschäft nun insgesamt 8.100 Arbeitsplätze abgebaut werden. Insgesamt strebe man im Mobilfunkbereich (ICM) jährliche Einsparungen von 600 Mill. Euro (8,26 Mrd. S) und bei den Netzwerken von 800 Mill. Euro an, teilte der Konzern anlässlich einer Analystenkonferenz in London mit.

Schwierige Marktverhältnisse auch bei UMTS

Weiters rechnet die Münchener Siemens AG auch bei ihrem Geschäft mit dem Aufbau von UMTS-Mobilfunknetzen mit schwierigeren Marktverhältnissen. Es sei zu erwarten, dass die Marktschwäche im Mobilfunk zunächst noch anhalten werde, teilte Siemens am Donnerstag mit. Die schwierigeren Marktverhältnisse "betreffen nicht nur Mobiltelefone, sondern auch den Ausbau der UMTS-Netze.

Der Markt in der Phase der Konsolidierung

Der Markt befindet sich in einer Phase der Konsolidierung", hieß es in der Mitteilung. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 hatte Siemens im Handygeschäft einen operativen Verlust von 143 Millionen Euro ausgewiesen. Die Aufträge zum Aufbau von UMTS-Netzen in Europa, die Analysten als erfreulich bezeichnet hatten, hatten in der Sparte ICM allerdings noch zu einem positiven Ergebnis geführt. (APA/Reuters)

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