Aktionäre der "Hercegovacka Banka" verklagen Petritsch

9. Mai 2001, 21:12
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Er hatte mit Hilfe von SFOR-Soldaten die Kontrolle über die Bank übernommen

Belgrad/Sarajewo - Aktionäre der "Hercegovacka Banka", der bosnisch-kroatischen Bank in Mostar, über welche die selbstproklamierte "Kroatische Autonomie" finanziert worden war, haben die Kanzlei des Hohen Vertreters in Bosnien-Herzegowina (OHR), Wolfgang Petritsch, verklagt. Mit Hilfe von SFOR-Soldaten hatte Petritsch im April die Kontrolle über der Bank übernommen, alle Kontos gesperrt und eine vorläufige Verwaltung eingesetzt.

Gemäß bosnischen Medienberichten, auf die sich die jugoslawische Presseagentur Tanjug beruft, handelt es sich um eine erste Klage gegen die Kanzlei des Hohen Vertreters in Bosnien, die bisher mehrere Entscheidungen gegen den Willen lokaler bosnischer Amtsträger durchgesetzt hat. (APA)

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