Biggs ließ in Brasilien "Postsäcke-Blues" für Film komponieren

9. Mai 2001, 19:34
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Mischung aus Pop, Jazz und Samba

Rio de Janeiro - Ronnie Biggs hat die passende Musik für einen Posträuber-Film schon parat. Als er am Montag nach England zurückkehrte, hatte sein Sohn Michael ein Tonband im Gepäck, wie der US-Musiker Bruce Henry der brasilianischen Zeitung "Rio O Globo" vom Mittwoch verriet.

1973 habe er in Brasilien von Biggs den Auftrag bekommen, eine Filmmusik zu komponieren. Biggs habe damals die Absicht gehabt, seine Lebensgeschichte auf Zelluloid zu verewigen. Er habe jedoch keine Geldgeber für sein Projekt gefunden.

Jedes der neun Stücke entspreche einer von Biggs Lebensphasen, sagte Henry: Das erste Lied, "London 63", sei eine Mischung aus Pop und Jazz und erinnere an die Zeit vor dem großen Raubüberfall. Über die Zeit im brasilianischen Exil habe er eine Samba komponiert, verriet der Gitarrist. Die Tonbandaufnahme trägt den Titel "Mail Bag Blues" - in Erinnerung an die 15 Monate Haft, in denen Biggs Postsäcke herstellen musste.

Ob sich die Filmindustrie für das Projekt begeistern kann, ist jedoch fraglich: Der Raubüberfall wurde schon 1988 mit Phil Collins ("Buster") verfilmt. (APA)

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