Benin: Zehn mutmaßliche Kinderhändler festgenommen

10. Mai 2001, 07:33
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Rund vier Wochen nach der Affäre um das "Sklavenschiff Etireno"

Nairobi - Rund einen Monat nach der Affäre um das Kindersklavenschiff "Etireno" hat die Polizei in Benin zehn mutmaßliche Menschenhändler festgenommen. Die Verdächtigen sollen versucht haben, Kinder in das westafrikanische Land Elfenbeinküste zu schmuggeln, hieß es in Medienberichten. Die Elfenbeinküste gilt als größter Abnehmer für Kindersklaven aus Benin und Mali.

Nach Angaben des britischen Fernsehsenders BBC wurden die mutmaßlichen Kinderhändler 60 Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Cotonou nahe der Grenze zu Togo festgenommen. In ihrem Bus seien 23 Minderjährige gewesen, die in der Elfenbeinküste arbeiten sollten.

Die "Etireno" war im April mehrere Wochen vor der westafrikanischen Küste unterwegs. Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF waren 43 Kinder an Bord. Das Schiff gehört dem nigerianischen Bundesliga-Stürmer Jonathan Akpoborie. Er wurde von seinem Verein VfL Wolfsburg vorläufig ausgeschlossen. (APA/dpa)

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