Salzburger UniversitätslehrerInnen kündigen eintägigen Warnstreik an

9. Mai 2001, 18:13
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Dienstrechtsentwurf einstimmig abgelehnt

Salzburg - In der Dienststellen- und Gewerkschaftlichen Betriebsversammlung der UniversitätslehrerInnen an der Universität Salzburg wurde am Mittwoch zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Der vorgelegte Dienstrechtsentwurf sei zum Teil noch schlimmer als befürchtet, weshalb er einstimmig "entschieden abgelehnt" werde.

Der am 27. April vorgelegte Entwurf für ein "Universitätslehrerdienstrechts-Änderungsgesetz" wird entschieden abgelehnt, da in unvertretbarer Weise in die Rechte von UniversitätsassistentInnen im befristeten Dienstverhältnis und von VertragsassistentInnen eingegriffen wird. Neben dem persönlichen Schicksal von über 100 KollegInnen und ihren Familien drohten zudem auch gravierende Nachteile für zahlreiche Institute. Das vorgeschlagene "4-Säulen Modell" nehme entgegen der Regierungspropaganda dem wissenschaftlichen Nachwuchs gerade die Chancen. Der zu erwartende Personalabbau werde zu reduzierter Forschungsleistung und Niveauverlust der Universitäten führen, das Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit werde für alle KollegInnen in Frage gestellt.

Aufforderung an die Bundesregierung, ohne Zeitdruck in eine konstruktive Diskussion einzutreten

"Wir fordern daher die Bundesregierung auf, diesen Entwurf zurückzunehmen und ohne Zeitdruck in eine konstruktive Diskussion über die Weiterentwicklung der österreichischen Universitäten einzutreten." Zur Untermauerung dieser Forderung werde in Abstimmung mit den KollegInnen an den anderen Universitäten und der Gewerkschaft ein eintägiger Warnstreik stattfinden - das genaue Datum wird voraussichtlich am Donnerstag in einer Sitzung der erweiterten Bundessektionsleitung HochschulehrerInnen in der GÖD in Wien festgelegt. Weitere Maßnahmen würde man sich vorbehalten. (APA)

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