Milde Strafen für türkische Polizisten, die Unschuldigen erschossen

9. Mai 2001, 17:55
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Das falsche Haus gestürmt

Istanbul - Vier türkische Polizisten, die bei einem Einsatz einen unschuldigen Mann erschossen hatten, müssen trotz eines Schuldspruchs nicht ins Gefängnis. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch berichtete, sind die Beamten zu jeweils sechs Monaten und 20 Tagen Haft verurteilt worden. Auf Grund guter Führung müssen sie die Haftstrafe aber nicht antreten. Die Polizisten dürfen außerdem die nächsten drei Monate nicht in den Polizeidienst.

Zwei weitere Beamte, die an dem Einsatz beteiligt waren, wurden frei gesprochen. Die Staatsanwaltschaft in der südtürkischen Stadt Adana hatte acht Jahre Haft gefordert. Die Polizisten hatten im September 1999 ein Haus gestürmt und dabei einen unschuldigen Mann erschossen. Als sie merkten, dass sie das falsche Haus gestürmt hatten, gingen sie in das Nachbarhaus und erschossen dort den gesuchten Verdächtigen. (APA/dpa)

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