Import-Erdbeeren häufig mit Spritzmitteln belastet

10. Mai 2001, 12:32
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Gefährliche Chemikalien nicht zu verharmlosen

Hamburg - Erdbeeren aus Italien und Spanien sind sind häufig mit giftigen Spritzmitteln belastet. Das hat eine Untersuchung des Bremer Labors für Rückstandsanalytik für die Hamburger Zeitschrift "Stern" ergeben, die am Mittwoch vorab veröffentlicht wurde. Von 20 in Deutschland gekauften Proben waren nach der Untersuchung sechs belastet, drei davon stammten aus Spanien, drei aus Italien.

Entdeckt wurden dem Bericht zufolge Reste des Milbenmittels Dicofol sowie die Anti-Pilz-Chemikalien Procymidon und Chlorthalonil. Die Chemikalien seien "üble Schadstoffe für den Menschen", denn alle stünden im Verdacht, Krebs zu erregen, sagte der Bremer Laborchef Mehmet Cetinkaya.

Zwar überschritt keiner die Werte der gesetzlichen Höchstgrenze, doch das ist nach Ansicht des Hamburger Pestizid-Aktions-Netzwerkes (PAN) kein Grund zur Verharmlosung. "Wie sich die häufige Aufnahme geringer Konzentrationen auswirkt, ist bisher nicht sehr gut erforscht", sagte PAN-Sprecher Lars Neumeister. Die Hamburger Verbraucherzentrale rät Konsumenten, zu Öko-Erdbeeren zu greifen. (APA/AP)

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