Amman besteht auf unveränderter Annahme des Friedensplans

9. Mai 2001, 17:43
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Von Israel verlangte "Nachbesserungen" inakzeptabel

Amman - Jordanien lehnt die israelische Forderung nach Änderungen der ägyptisch-jordanischen Friedensinitiative ab. Der jordanische Informationsminister Taleb Rifai erklärte am Mittwoch in Amman, beide Staaten forderten von Israel die Annahme des Waffenstillstandsplans "wie er vorgelegt wurde und ohne Änderung". "Nachbesserungen", wie sie der israelische Premier Ariel Sharon gefordert hat, "würden die Initiative verwässern und sie bedeutungslos machen", sagte Rifai.

Der ägyptisch-jordanische Vorschlag, den König Abdullah II. am Dienstag in Wien Bundespräsident Thomas Klestil erläutert hat, sieht einen totalen Baustopp für jüdische Siedlungen in den Palästinenser-Gebieten, die Aufhebung der israelischen Blockaden und die Wiederaufnahme israelisch-palästinensischer Verhandlungen über einen endgültigen Friedensvertrag vor. Israel lehnt mehrere Punkte des Plans ab, unter anderem die Forderung nach einem Siedlungsstopp in den besetzen Gebieten. Auch die vom ehemaligen US-Senator George Mitchell geleiteten Untersuchungskommission hat den Stopp des völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus gefordert. Ministerpräsident Sharon hat erklärt, unter seiner Regierung werde es keinen Stopp des Siedlungsbaus geben. (APA/AP)

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