Rund 700 DemonstrantInnen protestierten in Linz gegen die FPÖVP- Bildungspolitik

9. Mai 2001, 16:29
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Oberösterreichs SP-Klubobmann Frais befürchtet eine "zwei Klassen-Gesellschaft im Ausbildungsbereich"

Linz - 700 TeilnehmerInnen trafen sich am Mittwoch zu einer vom Komitee "Netzwerk Bildung kostet" organisierten Demonstration in Linz. Die Proteste richteten sich sowohl gegen die Bildungspolitik der Bundesregierung sowie gegen die Lehrergewerkschaft, der das "Netzwerk" Untätigkeit vorwirft. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle.

Die polizeilich gemeldete Demonstration begann am Nachmittag vor dem Gebäude des Landesschulrats in Linz-Urfahr. Von dort bewegte sich ein Protestmarsch zum Haus der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst in der Linzer Weingartshofstraße, wo die eigentliche Demonstration begann.

Der Klubobmann der SPÖ im Oberösterreichischen Landtag, Karl Frais, kritisierte, dass sich Österreichs Schulsystem auf dem Weg in eine bildungspolitische Sackgasse befinde. "Die FPÖVP-Bundesregierung ist drauf und dran, unser Schulsystem kaputt zu privatisieren", erklärte er. Als Konsequenz würden amerikanische Verhältnisse mit renommierten, aber teuren Privatschulen und abgewerteten öffentlichen Schulen für die Armen drohen - eine "Zwei Klassen-Gesellschaft im Ausbildungsbereich". (APA)

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