Umfahrung von Traunkirchen im Salzkammergut kommt

9. Mai 2001, 15:28
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Verringerung des Verkehr um 85 Prozent erwartet

Linz - Traunkirchen, das Nadelöhr an der Salzkammergut Bundesstraße (B145), soll eine Umfahrung mittels Tunnellösung erhalten. Täglich donnern mehr als 10.000 Fahrzeuge - davon zwölf Prozent Lkw - durch den Tourismusort im Bezirk Gmunden. In der Urlaubszeit ist die Belastung noch höher. 85 Prozent des Verkehrs ließen sich auf die geplante Umfahrung verlagern, so der oberösterreichische Verkehrslandesrat Franz Hiesl (V), der in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Traunkirchen über Einzelheiten des Projekts informierte.

Die B 145 führt von Vöcklabruck über Gmunden und Bad Ischl bis über die Landesgrenze am Pötschenpass und ist eine wichtige Verkehrsverbindung in das Innere Salzkammergut. Traunkirchen stellt auf dieser Route eine Engstelle dar. Die Straße durchschneidet den Ortskern, bei geringfügig stärkerem Verkehrsaufkommen entstehen sofort umfangreiche Staus. Ein Ausbau der B145 in Traunkirchen ist aber ohne schwerwiegenden Eingriff ins Orts- und Landschaftsbild nicht möglich. Daher fiel die Entscheidung zu Gunsten einer Umfahrung mittels Tunnellösung vom "Hotel am Stein" in Winkl bis Siegesbach.

Das Straßeneinreichprojekt ist vom zuständigen Ministerium genehmigt, Trassenverordnung sowie naturschutzrechtliche Bewilligung liegen bereits vor. Der Wasserrechtsbescheid steht noch aus, Landesrat Hiesl ist aber optimistisch, dass dieser positiv ausfallen wird. Die Grundeinlöse wurde beantragt, die Vorerhebungen dazu laufen bereits und im Sommer 2001 soll mit den Grundeinlösevereinbarungen begonnen werden.

Probleme bereiten allerdings die geologischen Gegebenheiten. Ein Sondierstollen über die gesamte Tunnellänge ist nötig. Die Umfahrung weist eine Länge von drei Kilometern auf und wird etwa 427 Mill. Schilling (31,0 Mill. Euro) kosten, davon entfallen 82 Mill. auf den Sondierstollen. (APA)

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