Es darf kritisch werden!

17. Mai 2001, 21:30
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Wien - Zur Unverwechselbarkeit der Wiener Festwochen gehört, dass sie mehrere Eröffnungen anbieten. Das Musikfest des Konzerthauses begann am Montag, die erste Premiere war am Donnerstag. Und am Freitag? Die Eröffnung unter freiem Himmel vor dem Rathaus, wo in den vergangenen Jahren die Philharmoniker, Rainhard Fendrich, Friedrich Gulda und auch Barde Elton John zu sehen waren.

Was bei dieser Eröffnung gleich blieb, war die Möglichkeit, auf den Wiener Linien von 17 Uhr bis Betriebsschluss einmal die Freifahrt zu genießen, ohne sich vor Kontrollen fürchten zu müssen. Zur Tradition gehören auch die Begrüßungsreden, die heuer von Bürgermeister Michael Häupl und Neokulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny gehalten wurden.

Jedes Jahr lautet aber das Motto, unter dem Eröffnung und Festwochen als Ganzes stehen, anders. Heuer: "Es wird kritisch!" Für Abwechslung sorgen auch zwei Jubiläen: Zu feiern gibt es 50 Jahre Festwochen und 200 Jahre Theater an der Wien, wo diesmal Mozarts Figaro als letzte Musiktheaterpremiere gegeben wird.

Wie wurde gefeiert? Der von Attila Láng inszenierte Abend bot ein Klassikwunschkonzert zwischen Fidelio, Zauberflöte und Figaro mit den Sängern Roberto Sacca, Bo Skovhus und Silvana Dussmann. Es begleiteten die Wiener Symphonikern unter Dirigent Georges Pretre. Und natürlich nicht zu vergessen: Auch Otto Schenk war zugegen.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13. 5. 2001)

Von
Ljubisa Tosic

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