Weltklima: Geplantes Ministertreffen kommt nicht zu Stande

9. Mai 2001, 13:26
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USA versprach Einlenken bei Klimavertrag

Stockholm - Ein für Ende Mai in Stockholm vorgesehenes Ministertreffen über die Kritik der USA am Kyoto-Klimavertrag kommt nicht zu Stande. Das teilte das schwedische Umweltministerium am Mittwoch ohne Angabe von Gründen mit. Anfang des Monats hatte das Ministerium eine entsprechende Initiative der Niederlande bestätigt, dass im Anschluss an eine zweitägige Konferenz der UNO-Umweltorganisation UNEP (22. und 23. Mai) versucht werden sollte, mit US-Regierungsvertretern über die ablehnende Haltung von Präsident George W. Bush gegenüber dem Kyoto-Abkommen zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu verhandeln.

Bush hatte die Entscheidung zum Ausstieg der USA aus dem Kyoto-Abkommen damit begründet, dass die Ziele des Abkommens unrealistisch seien, und erklärt, er wolle den Interessen der US-Wirtschaft Vorrang einräumen. Auf der Stockholmer UNEP-Konferenz soll eine neue weltweite Vereinbarung zum Verbot langlebiger organischer Schadstoffe ("POPs" - Persistant Organic Pollutants) unterzeichnet werden, über die seit 1997 verhandelt worden ist. Schweden hat in diesem Halbjahr die EU-Präsidentschaft inne.

Bush hatte im April nach der harten internationalen Kritik an seiner Haltung zum Kyoto-Abkommen ausdrücklich angekündigt, dass seine Regierung die Stockholmer POPs-Konvention unterzeichnen werde. (APA/dpa)

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