Japans Regierung verspricht schnelle Deregulierung und Reduktion des Haushaltsdefizit

9. Mai 2001, 13:13
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Richtlinien zur Wirtschaftspolitik im Juni

Tokio - Die neue japanische Regierung will im Juni die Richtlinien ihrer mittelfristigen Wirtschafts- und Finanzpolitik vorstellen. Wie die "Financial Times" in ihrer Mittwochausgabe Japans Finanzminister Heizo Takenaka zitiert, verfolgt die Regierung bei der ökonomischen Reform dabei im Wesentlichen drei Ziele. So soll den so genannten faulen Krediten japanischer Banken ein Ende bereitet, mit schnellen Deregulierungen eine konkurrenzfähigere Wirtschaft geschaffen und das Haushaltsdefizit reduziert werden.

Takenaka gestand ein, der Yen könne schwächer werden, wenn der Reformprozess beschleunigt werde, was zu einem erhöhten deflationären Druck führe. Dann werde auch die geldpolitische Lockerung fortgesetzt. Die Fortsetzung der derzeitigen Geldpolitik habe der Zentralbankchef, Masaru Hayami bereits zugesichert.

Takenaka fügte hinzu, dass im Zuge der Konsolidierung im Bankensektor, eine Zunahme der Arbeitslosigkeit zu erwarten sei. Im Gegenzug dazu könnten im übrigen Dienstleistungsgewerbe neue Stellen entstehen. Nach Ansicht von Analysten gehen in Japan 0,5 bis 1,3 Millionen Stellen verloren, sofern die japanische Regierung die Abschreibung notleidender Bankkredite forciert. (APA/vwd)

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