Stadtschulratspräsident hält Abschiedsrede

9. Mai 2001, 16:34
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Plädoyer für eigenständigen Stadtschulrat - Neues Stadtschulratsgebäude eröffnet

Wien - Ausgerechnet die Eröffnung des von ihm forcierten neuen Amtsgebäudes in der Wipplingerstraße bildete die letzte Veranstaltung des scheidenden Stadtschulratspräsidenten Kurt Scholz (S) in "seinem" neuen Domizil. In der Eröffnungs- bzw. Abschiedsrede plädierte Scholz einmal mehr für einen eigenständigen Stadtschulrat, der "weder Anhängsel des Ministeriums noch Wurmfortsatz kommunaler Einzelinteressen" sein dürfe.

Der Festakt am Mittwoch Vormittag stellte für Scholz "mehr als eine Gebäudeeröffnung" dar. Der neue Stadtschulrat sei auch eine "Feststellung, dass die Schulverwaltung zu den Menschen gehen muss. Nicht der Mensch gehört verwaltet, sondern die Verwaltung vermenschlicht". Deutlich abzulehnen seien daher "neozentralistische Vorschläge wie die Auflösung der Bezirks- und Landesschulverwaltungen". Kernaufgabe der Schule wären "nicht eine Abschlagsstunde da und dort" oder eine Lehrplanreform, sondern die Vermittlung von Bildung, betonte Scholz.

Scholz wird Beauftragter Wiens für Restitutions- und Zwangsarbeiterfragen

Auf sein neues Tätigkeitsfeld als Beauftragter Wiens für Restitutions- und Zwangsarbeiterfragen freue er sich bereits, so Scholz. Er wisse, dass er mit Susanne Brandsteidl von einer "qualifizierten Nachfolgerin" abgelöst werde. Gleiches gelte für die designierte Vizepräsidentin Monika Mühlwerth (F), die "ihr Amt gut machen wird".

"Am Ende seiner Eloquenz" sah sich Scholz bei der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste, darunter der Wiener VP-Chef Bernhard Görg, Landtagspräsident Johann Hatzl (S), die ehemalige Unterrichtsministerin Hilde Hawlicek (S) und ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch (S). Ebenfalls anwesend waren zahlreiche Schulpolitiker wie der niederösterreichische Landesschulrats-Präsident Adolf Stricker (V), der ehemalige Stadtschulrats-Präsident Hermann Schnell (1969-1980, S) sowie der langjährige Stadtschulrats-Vize Markus Bittner (V). An der Eröffnung nicht teilgenommen hat die designierte Nachfolgerin von Scholz, Brandsteidl. Im Publikum vertreten war hingegen ihre künftige Vizepräsidentin Mühlwerth. Den Festvortrag zur Eröffnung hielt auf ausdrücklichen Wunsch von Scholz der Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich. (APA)

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