Österreichs Autoindustrie-Zulieferer stellen "Komponenten-Auto" vor

9. Mai 2001, 12:10
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Präsentation ab 15. Mai an Grazer FH Joanneum

Graz - Mit Kfz-Komponenten und Ausstattungsteilen aus Österreich könnte man mittlerweile beinahe ein eigenes Auto "made in Austria" bauen. Zur Demonstration, wozu die österreichische Automobilzuliefer-Industrie fähig ist, wird ab 15. Mai am Grazer FH-Joanneum in einer Sonderschau das so genannte "Komponenten-Auto" vorgestellt, das zur Gänze aus Teilen, die österreichische Zulieferer für die internationale Automobilindustrie erzeugen, besteht. Präsentiert wird das "Komponenten-Auto" vom Forschungsförderungsfonds (FFF) für die gewerbliche Wirtschaft (FFF).

Die österreichische Automobil-Zulieferindustrie versorgt weltweit wichtige Autohersteller mit High-Tech-Komponenten und Ausstattungsteilen. Mit dem so genannten "Komponenten-Auto" wird nun die breite Palette der innovativen Produkte vorgestellt. Sie reicht vom kompletten Motor über die Reifen, den Auspuff und die Sicherheitstechnik bis hin zur Innenausstattung für unterschiedliche Automarken. Für die Schau haben 33 Firmen ihre Komponenten zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden Schnittmodelle Einblick in das Innere der Bauteile und deren Funktion geben, kündigte Ausstellungsorganisator Herwig Spindler vom FFF im Gespräch mit der APA an.

"Vom Concept-Car zum Serienmodell"

Die Eröffnung der Schau im Foyer des Prüfgeländes der FH Joanneum findet am 15. Mai (20.00 Uhr) im Anschluss an die Veranstaltung des Automobil-Cluster-Styria "Vom Concept-Car zum Serienmodell" statt. "Vorerst wird die Schau bis zum 26. Oktober zu sehen sein, es ist aber geplant, das aktuelle Leistungsspektrum der österreichischen Automobilzulieferer in eine permanenten Präsentation überzuführen und immer am aktuellen Stand zu halten", so Spindler.

Der Forschungsfonds habe die Entwicklung der ausgestellten Komponenten "zu 95 Prozent" gefördert, erklärte der FFF-Sprecher. Entsprechend der Zielrichtung des FFF sollen in Zukunft verstärkt Unternehmen, die Systeme statt Einzelkomponenten und Ideen zu Komplettlösungen im Automobilbau auf Fördermittel zurückgreifen können, kündigte Spindler an.

In den letzten fünf Jahren hat der FFF 171 Forschungs- und Entwicklungsprojekte für den Automobilsektor mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Mrd. S (167 Mill. Euro) mit Förderungen in der Höhe von 1,13 Mrd. S unterstützt. Insgesamt hat der FFF Vorjahr 3,5 Mrd. S für Innovationsprojekte der Wirtschaft bereitgestellt. In diesem Jahr werden es 3,8 Mrd. S sein. (APA)

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