Studie sieht Umsatzrückgang von 17 Prozent im Halbleitermarkt

9. Mai 2001, 10:16
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Dataquest: Am härtesten Speicherchips betroffen

San Jose - Der Halbleiterindustrie stehen laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner Dataquest im laufenden Jahr deutliche Umsatzeinbußen bevor. Der weltweite Halbleiterumsatz werde im laufenden Jahr um rund 17 Prozent auf 188 Mrd. Dollar (212 Mrd. Euro/2.918 Mrd. S) zurückgehen, prognostizierte Dataquest am Mittwoch in San Jose. "In diesem Jahr ist bei allen Produkttypen ein erheblicher Umsatzrückgang zu verzeichnen", sagte Tom Starnes, Chefanalyst bei Gartner Dataquest laut einer Unternehmensmitteilung.

Mit am härtesten werde es die Speicherchips treffen, hieß es weiter. Dataquest prognostiziert für diesen Bereich Umsatzeinbußen von 26 Prozent. 2002 werde sich der Trend aber wieder umkehren mit einem Umsatzanstieg von 26 Prozent. Dies sei jedoch nicht genug, um an den Speicherchip-Absatz von 68 Mrd. Dollar im Jahr 2000 anzuknüpfen, hieß es.

Für die gesamte Halbleiterindustrie prognostizierte Dataquest ebenfalls eine Erholung ab dem nächsten Jahr. "Wir gehen davon aus, dass der Halbleitermarkt zwischen 2002 und 2004 wieder wachsen wird", sagte Starnes. Er erwarte jedoch, dass ab Ende 2004 oder Anfang 2005 das klassische Ungleichgewicht mit zu vielen Produkten wieder auftreten und damit die nächste Phase im Produktzyklus einleiten werde.

Im Jahr 2000 waren den Angaben zufolge im weltweiten Halbleitermarkt 226,2 Mrd. Dollar umgesetzt worden. (APA/Reuters)

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