Finale auf Malta inklusive Seligsprechungen

9. Mai 2001, 22:13
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Aufruf zum Ende der Gewalt in Nahost

Valetta - Papst Johannes Paul II. hat zum Abschluss seiner sechstägigen Pilgerreise in Malta erneut zu einem Ende der Gewalt in Nahost aufgerufen. Anlass war die Ermordung zweier israelischer Jugendlicher, deren Leichen am Mittwoch gefunden worden waren. Mehr als 200.000 Malteser nahmen an der Messe des Papstes teil. Am Mittwochabend reiste das Kirchenoberhaupt nach Rom zurück.

Wieder hätten ihn traurige Nachrichten aus dem "Heiligen Land" erreicht, wo die schreckliche Gewalt auch vor jungen Menschen nicht Halt mache, sagte der Papst. Die Christen müssten ihre Gebete für den Frieden im Land Jesu verstärken. Bereits während seines Aufenthaltes in Syrien hatte das Kirchenoberhaupt die Auseinandersetzungen in Nahost verurteilt. Dort hatte er auch am vergangenen Sonntag als erster Papst eine Moschee besucht.

Malta war die letzte Station der Pilgerreise des Papstes auf den Spuren des Apostel Paulus, die ihn auch nach Griechenland geführt hatte. In der Bibel heißt es, Paulus sei auf der Mittelmeerinsel nach einem Schiffbruch gestrandet. Bereits vor elf Jahren hatte Johannes Paul II. die Insel besucht, auf der knapp 400.000 Katholiken leben. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 98 Prozent. (APA)

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