Werbefenster müssen auch investieren, fordern Grüne

8. Mai 2001, 20:46
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... etwa in österreichische Programminhalte

Eine Gruppe von Gewinnern kennen die geplanten Gesetze für ORF neu und via Hausantenne empfangbares Privatfernsehen, glaubt man der vom ORF in Auftrag gegebenen Studie des Schweizer Prognos-Instituts. Stefan Schennach, Mediensprecher der Grünen, tut das zumindest in diesem Punkt. Werbefenster deutscher Privatsender sind es laut Prognos, die von geplanten Beschränkungen der Sonderwerbeformen im ORF profitieren. Und für diese soll es nach den Wünschen der Grünen Auflagen geben.

Im Vorjahr setzten die Werbefenster von RTL, RTL 2, Super RTL, Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1 und Viva gemeinsam brutto rund eine Milliarde Schilling um. Sie sollen für ihre Aktivitäten künftig österreichische Sendelizenzen benötigen, sagt Schennach im Gespräch mit dem STANDARD. Mit denen er die bisher weitestgehend als Verkaufsteams organisierten Betreiber verpflichtet sehen will, auch Investments etwa in österreichische Programminhalte zu tätigen. Sat.1 versucht das bisher etwa mit einem vornehmlich werbefördernden Motormagazin. Damit soll laut Schennach der von Prognos und ORF vorausgesagte Abfluss von Werbegeld begrenzt werden.

Da ist er einig mit Thomas Madersbacher, der sich mit seinem Kabelkanal TIV auch um die Wiener Lokalfrequenz bewerben will: "Es geht um Standortpolitik. Erfolgt hier Wertschöpfung, muss auch reinvestiert werden. Indem durch Programm Arbeitsplätze geschaffen werden." (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.5.2001)

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