Formel 1: Gerüchte um kürzeren ORF-Vertrag

8. Mai 2001, 21:27
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Sportchef Oberhauser: Gespräche bewegen sich "in einem sehr vernünftigen Rahmen"

"Nein, wir sind noch nicht so weit", sagt ORF-Sportchef Elmar Oberhauser auf Anfrage. Nämlich von Einigung über die Übertragungsrechte für die Formel 1 zu sprechen. Nach STANDARD-Informationen aus dem Umfeld der Münchner Rechtevermarktungsgesellschaft EM.TV soll es diese freilich schon geben.

EM.TV ist wie berichtet an der SLEC beteiligt, jener Holding von Bernie Ecclestone, die mit den Rechten an der Formel 1 handelt. "Direkt mit Ecclestone" verhandelt Oberhauser nach eigenen Angaben. Und erwartet, "in den nächsten Wochen zu einem Ergebnis zu kommen". Und wie viel könnte ein solches Ergebnis den ORF kosten? "Darüber haben wir noch nicht geredet", überrascht Oberhauser. Dass man die Einigung schon am Wochenende - passend zum Grand Prix in Zeltweg - verkünden könnte, dementiert der ORF-Sportchef.

Just damit rechnen allerdings Insider. Die zudem behaupten, der neue Formel-1-Vertrag mit dem ORF werde merklich kürzer laufen als der jüngste, der nach fünf Jahren mit Ende 2001 endet. Begründung: Kommt tatsächlich, wie von der Regierung angekündigt, Privatfernsehen, hätte man in Österreich einen zweiten potentiellen Abnehmer. Weshalb der Vertrag nur noch zwei Jahre laufe.

Oberhauser hingegen rechnet mit drei Jahren, die Gespräche bewegten sich "in einem sehr vernünftigen Rahmen". Eine Einigung dieses Wochenende wäre "ein Wunder". (fid/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.5.2001)

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