Druck auf Israel, den arabischen Friedensplan anzunehmen

8. Mai 2001, 20:04
posten

Auch israelische Arbeiterpartei unterstützt Verhandlungen

Jerusalem/Kairo - Während sich im Westjordanland und Gazastreifen die Spirale der Gewalt weiter dreht, wächst der Druck auf die israelische Regierung, dem jordanisch-ägyptischen Plan für einen Nahost-Friedensgipfel zuzustimmen. Nach getrennten Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sprachen sich die Außenminister der Niederlande und Kanadas, Jozias van Aartsen und John Manley, am Dienstag für den Plan aus. Auch die russische Regierung bekräftigte ihre Unterstützung des Plans.

Der Plan Mubaraks und des jordanischen Königs Abdullah sieht ein Gipfeltreffen unter Beteiligung Israels, der Palästinenser, der arabischen Nachbarstaaten und der Großmächte vor. Dabei soll über eine Beendigung der Feindseligkeiten und eine Rückkehr der Kontrahenten an den Verhandlungstisch beraten werden. Israel fordert, dass vor neuen Gesprächen die Palästinenser erst ihre Angriffe auf Israel einstellen müssten. Für die Annahme des Plans machte sich auch eine Gruppe oppositioneller Abgeordneter der Arbeitspartei stark, die am Dienstag die Bildung eines Bündnisses mit der linksliberalen Meretz-Partei bekanntgab. Die fünf Abgeordneten unter der Führung des früheren Justizministers Yossi Beilin, sind gegen die Beteiligung der Arbeitspartei an der Regierung des rechten "Falken" Ariel Sharon. (APA)

Share if you care.