VW-Fonds entschädigte 1.512 Zwangsarbeiter

8. Mai 2001, 19:10
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Autokonzern schüttet jeweils 10.000 Mark aus

Wolfsburg/Berlin - Der deutsche Volkswagen-Konzern hat seit 1998 insgesamt 1.512 ehemalige NS-Zwangsarbeiter mit je 10.000 Mark (5.113 Euro/70.355 S) entschädigt. Das teilte das Unternehmen am Dienstag nach einer Kuratoriumssitzung des Humanitären Volkswagen-Fonds in Berlin mit. Die Zwangsarbeiter der damaligen Volkswagen Gesellschaft hätten das Geld in 26 Ländern direkt ausgezahlt bekommen. An der Sitzung nahmen auch Altbundeskanzler und Kuratoriumsmitglied Franz Vranitzky und der israelische Außenminister Shimon Peres teil.

Der Fonds habe Antragsteller, die keinen Bezug zu Volkswagen erkennen ließen, auf die Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hingewiesen, teilte VW mit. Da immer weniger neue Anträge eingingen, werde das Kuratorium unter der Leitung des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker künftig nur bei Bedarf zusammentreffen. (APA/dpa)

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    foto: vw/derstandardcollagendienst
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