EU gibt Hilfspaket für Holzmann frei

8. Mai 2001, 19:49
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Brüssel - Die EU-Kommission hat nach 16-monatiger Prüfung Finanzhilfen in Höhe von 192 Mio. Euro (375 Mio. DM/2,6 Mrd. S) für den angeschlagenen Holzmann-Konzern freigegeben. Sie billigte am Dienstag in Brüssel eine entsprechende Entscheidung von Wettbewerbskommissar Mario Monti. Der deutsche Baukonzern hat damit nach langem Warten Zugriff auf ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 150 Mio. DM und eine Ausfallbürgschaft des Bundes von 100 Mio. DM. Auch ein später gewährter zusätzlicher Kredit der öffentlichen KfW über 125 Mio. DM wurde abgesegnet.

Holzmann begrüßte die Entscheidung als wichtigen Schritt zur vollständigen Sanierung der Firma. "Die EU-Kommission hat mit ihrer Entscheidung die Sanierungsfähigkeit von Philipp Holzmann bestätigt", sagte eine Konzernsprecherin. Brüssel habe die Firma eingehend geprüft. Vorgaben wie der Kapazitätsabbau im Inlandsgeschäft habe das Unternehmen erfüllt. Heuer rechne Holzmann "mit einem Ergebnis zwischen einer schwarzen Null und einem positiven Ergebnis". Der Holzmann-Konzern war im Herbst 1999 nur über ein Sanierungspaket von Gläubigerbanken, Bundesregierung, Konzernleitung und Arbeitnehmern aus der Insolvenz gerettet worden. (AFP, DER STANDARD, Printausgabe 9.5.2001)

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