Irak will Kabelfernsehen erlauben

8. Mai 2001, 16:30
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Aufstellen von Satellitenschüsseln bleibt jedoch verboten

Bagdad - Der irakische Präsident Saddam Hussein will seinem Volk demnächst den Empfang von Kabelfernsehen erlauben. Das Aufstellen von Satellitenschüsseln bleibt jedoch nach wie vor streng verboten. Wie das in Bagdad erscheinende Magazin "Al Rafidein" am Dienstag unter Berufung auf das Informationsministerium berichtete, sollen die Iraker bald acht ausgewählte internationale Kabelkanäle empfangen können. Welche Programme das Ministerium zulassen will, war zunächst nicht bekannt.

Die Iraker erhalten ihre Informationen bereits seit Jahren ausschließlich aus den nationalen Medien. Ausländische Zeitungen gibt es nicht. Nur einige Ausländer - zum Beispiel Mitarbeiter der Vereinten Nationen - dürfen mit einer speziellen Erlaubnis Satelliten-Fernsehen empfangen.

Die neuen Kabelsender sollen gegen eine Monatsgebühr zwischen 10.000 bis 12.000 Dinar (22,6 Euro/310 S) empfangen werden können. Wie die meisten irakischen Familien, von denen viele durch die Folgen des UN-Embargos verarmt sind, ist dies unerschwinglich. (APA/dpa)

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